Begriffe mit R
10 Begriffe
Räumungsschutz
Der Räumungsschutz ist eine rechtliche Maßnahme, die eine zwangsweise Räumung einer Immobilie zeitlich aufschiebt oder verhindert. Er dient dazu, unzumutbare Härten für Mieter – wie drohende Obdachlosigkeit oder schwere Krankheit – abzuwenden, sofern die Interessen des Vermieters nicht überwiegen.
Rechtsprechung
Unter Rechtsprechung (Judikative) versteht man die Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten durch unabhängige Gerichte. In der österreichischen Immobilienwirtschaft konkretisiert sie abstrakte Gesetze, wie das Mietrechtsgesetz (MRG), durch verbindliche Urteile und schafft so Rechtssicherheit.
Rechtsstreit
Ein Rechtsstreit ist eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen zwei oder mehreren Parteien über ein bestehendes Rechtsverhältnis. In der Immobilienwirtschaft entstehen solche Verfahren häufig bei Unstimmigkeiten über Mieten, Betriebskosten oder Baumängel und enden meist mit einem Urteil oder einem Vergleich.
Regress
Unter Regress versteht man den rechtlichen Rückgriff auf einen Dritten, um entstandene Kosten oder Schadensersatzzahlungen zurückzufordern. In der Immobilienwirtschaft tritt dies häufig auf, wenn eine Versicherung einen Schaden reguliert, sich das Geld aber vom eigentlichen Verursacher zurückholt.
Rendite
Die Rendite bezeichnet den jährlichen Ertrag einer Immobilieninvestition im Verhältnis zum eingesetzten Kapital und wird in Prozent angegeben. In Österreich unterscheidet man meist zwischen der Bruttorendite (Jahresmiete zu Kaufpreis) und der Nettorendite, die auch Kaufnebenkosten und Instandhaltungen berücksichtigt.
Richtwert
Der Richtwert ist ein gesetzlich festgelegter Betrag pro Quadratmeter, der als Basis für die Berechnung des Hauptmietzinses in Österreich dient. Er kommt vor allem bei Wohnungen zur Anwendung, die dem Mietrechtsgesetz (MRG) unterliegen, und wird je nach Bundesland sowie Ausstattung der Wohnung durch Zu- oder Abschläge angepasst.
Richtwertgesetz
Das Richtwertgesetz regelt in Österreich die Berechnung der Mietzinsobergrenzen für Altbauwohnungen, die dem Mietrechtsgesetz unterliegen. Es definiert den Richtwert als Basisbetrag pro Quadratmeter für eine standardisierte Normwohnung in jedem Bundesland. Durch Zu- und Abschläge für Lage oder Ausstattung wird daraus der rechtlich zulässige Hauptmietzins ermittelt.
Richtwertmiete
Die Richtwertmiete ist ein gesetzlich gedeckelter Mietzins, der in Österreich vor allem für Altbauwohnungen im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) gilt. Die Basis bildet ein je nach Bundesland festgelegter Richtwert pro Quadratmeter, der durch individuelle Zuschläge und Abschläge an die Ausstattung und Lage der Wohnung angepasst wird.
Richtwertmietzins
Der Richtwertmietzins ist eine gesetzliche Mietpreisbegrenzung in Österreich, die für viele Altbauwohnungen und geförderte Neubauten gilt. Er basiert auf einem je nach Bundesland festgelegten Basiswert für eine Normwohnung, der durch Zuschläge und Abschläge individuell angepasst wird.
Rückbauverpflichtung
Die Rückbauverpflichtung verpflichtet Mieter oder Pächter, am Ende der Vertragslaufzeit bauliche Änderungen auf eigene Kosten zu entfernen. Das Objekt muss im ursprünglichen Zustand an den Eigentümer übergeben werden, sofern keine abweichende Vereinbarung im Mietvertrag getroffen wurde.