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Hauptmietzins
Der Hauptmietzins ist das reine Entgelt, das der Mieter dem Vermieter für die Überlassung der Wohnung zahlt. Er bildet gemeinsam mit den Betriebskosten und der Umsatzsteuer den gesamten Mietzins. Die zulässige Höhe ist im Mietrechtsgesetz (MRG) durch Richtwerte oder Angemessenheit geregelt.
Hauptmietzinsbestandteil
Ein Hauptmietzinsbestandteil ist ein rechtlich definierter Teilbetrag, aus dem sich der reine Mietpreis für die Überlassung eines Objekts in Österreich zusammensetzt. Er umfasst neben dem Grundentgelt für die Nutzung auch Beiträge für die Erhaltung und Verbesserung des Hauses sowie die Verwaltungskosten.
Hausbesorgerkosten
Hausbesorgerkosten sind Betriebskosten, die für die Entlohnung und soziale Absicherung von Hausbesorgern anfallen. Sie umfassen laut Mietrechtsgesetz (MRG) das Entgelt, Sozialversicherungsbeiträge sowie Dienstwohnungskosten für Tätigkeiten wie Reinigung, Winterdienst und Hausbetreuung.
Heizkosten
Heizkosten umfassen alle Aufwendungen für die Beheizung von Räumen und die Warmwasserbereitung. Dazu zählen neben den Brennstoffkosten (z. B. Gas, Fernwärme) auch die Kosten für den Betrieb, die Wartung der Anlage und die Abrechnung gemäß dem Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG).
Heizkostenabrechnungsgesetz
Das Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG) regelt in Österreich die verbrauchsabhängige Aufteilung der Kosten für Heizung und Warmwasser in Gebäuden mit gemeinsamen Versorgungsanlagen. Es verpflichtet Vermieter und Verwalter, die Kosten überwiegend nach dem tatsächlichen Verbrauch der Nutzer abzurechnen. Ziel ist es, durch individuelle Kostentransparenz Anreize zum Energiesparen zu schaffen.
Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG)
Das Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG) regelt in Österreich die Aufteilung der Kosten für Heizung, Warmwasser und Kühlung in Gebäuden mit gemeinschaftlichen Versorgungsanlagen. Es schreibt vor, dass die Kosten überwiegend nach dem tatsächlichen Verbrauch und nicht nur nach Fläche abzurechnen sind.
Heizkostenverteiler
Ein Heizkostenverteiler ist ein Gerät zur Erfassung des anteiligen Wärmeverbrauchs, das direkt am Heizkörper montiert wird. Er misst keine physikalische Wärmemenge, sondern liefert Kennzahlen, die gemäß Heizkostenverordnung eine gerechte Abrechnung zwischen Wohneinheiten ermöglichen.
Heizwärmebedarfsklasse
Die Heizwärmebedarfsklasse gibt im Energieausweis an, wie viel Energie ein Gebäude pro Quadratmeter im Jahr für die Raumheizung benötigt. Sie reicht von A++ bis G und ermöglicht einen schnellen Vergleich der energetischen Qualität einer Immobilie nach dem Energieausweis-Vorlage-Gesetz.
Herstellungskosten
Herstellungskosten sind Aufwendungen, die durch den Bau oder die wesentliche Verbesserung einer Immobilie entstehen. Sie umfassen Material- und Fertigungskosten sowie notwendige Gemeinkosten und dienen im Unternehmensgesetzbuch (UGB) als Maßstab für die Bewertung des Gebäudes in der Bilanz.
HWB
Der Heizwärmebedarf (HWB) gibt an, wie viel thermische Energie pro Quadratmeter und Jahr nötig ist, um ein Gebäude auf einer konstanten Temperatur zu halten. Er ist die zentrale Kennzahl im Energieausweis und wird in kWh/m²a gemessen. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist die Dämmung.